IG Historische Einsatzfahrzeuge

Marienberg

Die Gründung der Stadt Marienberg beruht auf reichen Silberfunden im Erzgebirge. Herzog Heinrich der Fromme stellte 1521 die Gründungsurkunde für die Stadt aus und verlieh ihr das Bergrecht. Benannt wurde Marienberg nach der Heiligen Mutter Maria, die bis heute das Stadtwappen von Marienberg ziert.

Mit der Bestimmung des Standortes sowie mit der Planung der Stadt wurde 1521 Ulrich Rülein von Calw beauftragt. Ulrich Rülein von Calw wirkte bereits in Freiberg als Stadtphysikus.

1523 verlieh Heinrich der Fromme der Stadt Marienberg das Bergrecht und versah Marienberg mit einigen Privilegien. So führte zukünftig die Handelsstraße von Leipzig nach Prag über die Stadt Marienberg. Dies führte zur Vergrößerung der Stadt und machte sie mit 4000 Einwohnern zur achtgrößten Stadt in Sachsen.

Im 17. Jahrhundert brachten das zur Neige gehende Erzvorkommen sowie mehrere Stadtbrände, von denen ein besonders schwerer Brand über 550 Gebäude zerstörte, viel Leid über die Stadt. Auch der Dreißigjährige Krieg ging nicht an der Stadt vorbei. So plünderten die Truppen von Generalwachtmeister Holck die Stadt 11 Tage lang und 1632 kostete eine Pestepidemie 2000 Menschen das Leben.

Nach einer Wiederbelebung des Bergbaus um 1767 kam erneut der Krieg nach Marienberg. So befand sich während der Befreiungskriege 1813 das Hauptquartier des österreichischen und russischen Monarchen im Gasthof "Zum goldenen Anker". Von August bis Dezember des Jahres 1813 zogen fast 1 000 000 Soldaten der verbündeten Heere, auf dem Weg im Kampf gegen Napoleon, durch die Stadt Marienberg in Sachsen.

Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Industriealisierung und der Bergbau verlor an Stellenwert für die Region. Nun wurde die Holzindustrie in den Vororten der Stadt die Grundlage für die Wirtschaft. 1847 wurde das Bergamt aufgelöst und im gleichen Jahr ein Kindergarten in Anwesenheit von Friedrich August Wilhelm Fröbel eröffnet. 1875 wurde Marienberg an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

1923 kam der Rennsport in die Region. So führte die Rennstrecke des Marienberger Dreiecks mit Start in Marienberg über Heinzebank und Wolkenstein wieder zurück zum Ziel nach Marienberg. So war das Marienberger Dreieckrennen Austragungsort der deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaften. Auch ein 6-Tage-Rennen fand 1930 auf der 17 km langen Rennstrecke statt.

Der Zweite Weltkrieg hinterließ im Stadtbild nur geringe Spuren, so endete am 8.Mai 1945 der Krieg für Marienberg mit dem Einrücken der Roten Armee.

Ab 1970 begann man mit dem Bau eines Federnwerkes, welches bis heute wichtigster Arbeitgeber in der Region um Marienberg ist. Auch ein neues Wohngebiet und eine Poliklinik wurden für die Bürger der Stadt gebaut.

Heute ist die Gegend um Marienberg mit zahlreichen Attraktionen und Möglichkeiten zur Naherholung ausgestattet.

Heinrich der Fromme (1473 -1541)

Heinrich der Fromme stammt aus dem Hause der albertinischen Wettiner und war von 1539 bis 1541 Herzog von Sachsen und Sagan und als Heinrich der V. Markgraf von Meißen.

Wappen der Stadt Marienberg / Sachsen

Den Namen "der Fromme" erhielt er aufgrund seiner Pilgerreisen und einer Wallfahrt nach Jerusalem. So verwundert es nicht, dass er der Stadt Marienberg zur Gründung die Jungfrau Maria in das Wappen legte.

Das Wappen der Stadt Marienberg zeigt die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind und mit einem Zepter, welche unter einer Krone dargestellt sind. Unter der Maria sind eine Mondsichel und drei Berge dargestellt, weiterhin das alte sächsische Wappen mit dem Balken und dem Rautenkranz, welches durch Schlegel und Eisen ergänzt werden.